Das Dilemma mit der Komfortzone

Wachstum statt Überforderung

Der Komfortzonen-Klassiker: Das Sofa-Dilemma

Kennst du das? Du hast dir vorgenommen etwas in deinem Leben zu ändern, was echt gut für dich wäre, z. B. regelmäßig Sport zu machen, zu meditieren, dir Zeit für dich zu nehmen….

Du willst es wirklich! Aber irgendwie landest du abends doch immer wieder wie bisher auf dem Sofa statt in deinen Joggingschuhen?

Keine Angst, du bist weder willensschwach noch unmotiviert. Die Couch ist einfach aktuell deine Komfortzone. Das Szenario Couch ist bekannt, bequem und ungefährlich. Dein ganzes System ist auf die abendliche Sofa-Kuschelei eingestellt und wehrt sich massiv, wenn du daran etwas ändern willst.

Denn der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Er gibt liebgewonnene Gewohnheiten nur ungern auf. Auch dann nicht, wenn diese uns gar nicht guttun.

Raus aus der Komfortzone, also runter vom Sofa, fühlt sich daher in der Regel erst einmal gar nicht gut an!

Sicherheit geht vor!

Es stimmt. Es fühlt sich nicht gut an! Denn wenn du etwas Neues tun willst, sagt dein inneres System erst einmal „Stopp!“

Safety and comfort first.

Egal ob du deine Feierabend-Routine von Sofa zu Sport ändern willst, morgens etwas früher aufstehen, um Zeit für dich alleine zu haben oder Fallschirmspringen. Sobald eine Situation neu und unbekannt für uns ist, schlägt unser System Alarm. Unsere inneren Aufpasser wollen uns davon abhalten, uns in diese „gefährliche“ Situation zu bringen.

Die meisten Situationen sind natürlich nicht wirklich gefährlich und rational können wir das auch einschätzen. Aber unser komplettes durch unsere Hormone gesteuertes Gefühlsleben ist da vollkommen anderer Meinung.

Das 3-Bereiche Modell der Komfortzone

3-Zonen Modell Komfortzone

Komfortzone

Die Komfortzone stellt das bekannte Umfeld dar. Hier fühlst du dich sicher. Du musst dich nicht besonders anstrengen, brauchst kaum nachzudenken. Die Dinge gehen dir leicht von der Hand. Tätigkeiten, Personen und Orte sind dir vertraut.  In den Bereich der Komfortzone gehören Routinearbeiten und Tätigkeiten wie z. B. Autofahren, über die du nicht nachdenken musst. In deiner Komfortzone findest du deine Familie, Freunde und Bekannte. Die Orte sind dir vertraut.

Auch bei deinen Gewohnheiten im Denken und Handeln gilt das Modell der Komfortzone. Wenn du etwas als gegeben hinnimmst: „Das ist eben so.“ oder „So bin ich halt.“

Wenn du damit beginnst, Gewohntes zu hinterfragen und neu über Dinge nachzudenken, bewegst du dich bereits auf unbekanntem Terrain.

Nun geht es darum, wie du dich außerhalb deiner Komfortzone gut zurechtfindest, ohne dich selbst zu überfordern.

Entwicklungszone

Alles, was für dich in deiner Entwicklungszone liegt, ist mit einer gewissen Verunsicherung verbunden. Du brauchst mehr Energie, es ist schwierig für dich, du hast vielleicht auch ein wenig Angst davor oder bist sehr aufgeregt. Die gestellten Aufgaben fordern dich, sie überfordern dich jedoch nicht. Durch die Erfahrungen in der Entwicklungszone erweiterst du deine Kompetenzen.

Du brauchst Mut und Überwindung. Aber du kannst es schaffen.

Oft sind die ersten Versuche noch sehr schwierig und brauchen viel Überwindung, aber nach ein paar Mal fällt es dir schon leichter und schleichend werden die neuen Herausforderungen Teil deiner Komfortzone.

Deine Komfortzone vergrößert sich also mit jedem Ausflug in die Wachstumszone. Außerdem kann der kleine Nervenkitzel, der sich bei Expeditionen in die Wachstumszone einstellt, auch die Langeweile des Alltags etwas bunter machen. Um gut für dich selbst zu sorgen, solltest du im Alltag immer wieder kleine Ausflüge in die Entwicklungszone einplanen. Probier ab und an etwas Neues aus, trau dich etwas!

Wenn du es geschafft hast, wirst du stolz auf dich sein. Das tut auch deinem Selbstbewusstsein gut.

Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.

Lucius Annaeus Seneca

Risikozone

Wenn du die Entwicklungszone überspringst und dich gleich in eine große Herausforderung stürzt, findest du dich in der Risikozone wieder. Den Unterschied zwischen der Entwicklungs- und der Risikozone kannst du leicht an körperlichen Symptomen erkennen. Statt einem flauen Gefühl im Bauch und nervösem Herzklopfen, spürst du richtige Angst oder Panik. Du bekommst vielleicht Schweißausbrüche oder ein richtig enges Gefühl in der Brust.

Jeder Mensch hat unterschiedliche Grenzen und ist von ganz verschiedenen Dingen herausgefordert. Wenn du merkst, dass du dich in einer Situation sehr unwohl fühlst, überprüfe für dich, ob du gerade nur etwas übertrieben reagierst, oder ob du aus deiner Komfortzone direkt in die Risikozone gesprungen bist.

Wenn das der Fall ist, so mache ein paar Schritte zurück in die Entwicklungszone. Nimm dir weniger vor. Mache kleinere Schritte. Ein Sprung in die  Risikozone bringt dich nicht weiter. Du sollst wachsen und dich nicht überfordern. Wenn du dich überforderst, wirst du wahrscheinlich scheitern. Das ist weder gut für dein Selbstbewusstsein noch für deine Entwicklung.

Kleine Schritte

Beginne mit kleinen Schritten, dich aus deiner Komfortzone herauszuwagen. Probiere Neues aus, sei spielerisch und gehe Veränderungen mit einer gewissen Freude an. Du tust es für dich! Deine Komfortzone zu vergrößern heißt auch, dass du gut für dich sorgst.

Wenn du Lust hast, ein paar Schritte begleitet aus deiner Komfortzone herauszukommen und dabei zu lernen, wie du dich gut um dich selbst kümmerst, dann melde dich jetzt für die 21-Tage Selbstfürsorge Challenge an.

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