Dein idealer Tag? Ein wundervoller Tag!

Mein idealer Tag? Woher soll ich das denn wissen!

Als mir die Übung „Mein idealer Tag“ zum ersten Mal begegnet ist, war ich damit total überfordert! Stell dir doch einfach mal vor, wie dein perfekter Tag aussieht.

Eine Fee erfüllt dir den Wunsch – einzige Einschränkung es ist ein Arbeitstag. Aber du darfst genau das tun (auch beruflich) was dir Freude macht! Ist ja ein idealer Tag! Jaaaa super, aber! Das war meine Reaktion und so richtig habe ich alle Anforderungen die ich an einen idealen Tag habe erst mal gar nicht formulieren können. Und…. das geht wohl nicht nur mir so. Neulich habe ich mich mit einer Freundin unterhalten, die mir erzählt hat, sie hat das Buch Wishcraft von Barbara Sher bei genau dieser Übung wieder weggelegt.

Verstehe ich total! Aber es ist auch sehr schade. Denn die Übung an sich ist super. Wenn du dich wirklich mal damit auseinandersetzt, was du der Fee den sagen würdest, dann bringt dir das viel Klarheit.

Der Feen Zauber als einziges Bewertungskriterium

Mein größtes Problem bei der Übung war, dass ich mir bei vielem was mir zuerst eingefallen ist, gar nicht sicher war, ob es mich tatsächlich glücklich machen würde. Und genau das ist auch eine der totalen Stärken der Übung. Es geht zwar darum grenzenlos zu Träumen und den inneren Kritiker mit seinem „das geht aber gar nicht“ in die Pause zu schicken. Warum du das Träumen wieder lernen solltest verrate ich dir

Aber gleichzeitig stellt man die Träume auch auf den Prüfstand. Denn stell dir wirklich einmal vor die Fee macht mit einem Winken ihres Zauberstabes deine Träume und Wünsche war. Ist es, dann das was du wirklich willst?

Dein Tag idealer Tag darf ALLES! In deinem Leben idealen Leben dürfen Personen mitspielen, die es bisher in deinem Leben gar nicht gibt. Und weder dein*e Partner*in noch deine Kinder, Eltern oder aktuelle Freunde müsse eine Rolle bekommen.

Wenn du gerade das Gefühl hast, dein idealer Tag ist als Autorin in einem abgelegenen Leuchtturm Bücher schreiben und keine Menschenseele zu Gesicht bekommen. Dann schreib das so auf! Es bedeutet nicht, dass du als Mama deine Kinder nicht liebst. Du brauchst vielleicht einfach mehr Zeit mit dir alleine. Stell dir einfach immer wieder die Frage: „Will ich es auch, wenn es tatsächlich im nächsten Moment unumkehrbar so ist?“

Das ist das einzige Bewertungskriterium, nicht Realisierbarkeit! Die Übung dient dazu, herauszufinden, was du dir wünschst. Dein idealer Tag muss nicht perfekt sein. Er muss weder einer Fernsehwerbung, noch den Ansprüchen deines Umfeldes entsprechen. Dein idealer Tag, ist genau der, bei dem du dich wundervoll fühlst!

Schritt 1: Lass dich von Fragen auf den Weg zu deinem idealen Tag führen.

Im Folgenden sind Fragen, die dir dabei helfen sollen, deiner Vorstellung deines idealen Tages näherzukommen. Du musst nicht jede Frage beantworten, nur die, zu denen dir spontan etwas einfällt.

Stelle dir vor, wie du aufwachst…

  • Wo bist du? Wie sieht es da aus?
  • Wer liegt neben dir?
  • Wie sieht der Raum aus?
  • Wie spät ist es?
  • Was tust du, direkt, nachdem du aufgestanden bist?
  • Wer ist bei dir?
  • Was ziehst du an?
  • Wann, wo und mit wem frühstückst du?
  • Was isst du?
  • Machst du Sport? Wenn ja – was, wann und wo?
  • Arbeitest du zu Hause oder fährst du irgendwo hin?
  • Fährst du mit dem Auto? Mit was für einem?
  • Nimmst du öffentliche Verkehrsmittel?
  • Wie sieht dein Arbeitsplatz aus? Ist es ein Büro, eine Werkstatt, ein Atelier oder ist es bei einem Kunden oder Klienten?
  • Wer ist da noch?
  • Wie beginnst du deinen Arbeitstag?
  • Was tust du?
  • Was daran macht dir Freude?
  • Wie sehen deine Pausen aus? Wo bist du in der Pause, mit wem? Was tust du?
  • Wie sieht dein Nachmittag aus?
  • Wie verbringst du deine Zeit?
  • Wann verlässt du deinen Arbeitsplatz oder hörst auf zu arbeiten?
  • Was tust du dann?
  • Wo gehst du hin?
  • Mit wem verbringst du deine Zeit? Wann bist du alleine?
  • Wie sieht dein Abend aus?
  • Was machst du?
  • Was isst du zu Abend?
  • Mit wem? Wo?
  • Was passiert noch?
  • Wann gehst du ins Bett?

Schritt 2: Was ist an deinem idealen Tag noch wichtig?

Schreibe nun alles auf, was dir zu deinem idealen Tag noch einfällt. Alles keine Hemmungen!

Hier helfen dir vielleicht noch die Leitfragen:

  • Was?
  • Wer?
  • Wo?

Schritt 3: Dokumentiere den Film deines idealen Tages

Fasse nun die Antworten auf die Fragen und was dir noch eingefallen ist zusammen und bringe alles in die richtige Reihenfolge. Erlebe deinen idealen Tag vom Aufstehen bis zum Schlafengehen vor deinem geistigen Auge. Dokumentiere diesen „Film“. Schreibe möglichst viele Details auf und beschreibe deinen Tag möglichst sinne-spezifisch, also was siehst, hörst, riechst, schmeckst und fühlst du?

Schreibe in der Ich-Form und in der Gegenwart.

Ich stehe auf….

…. jetzt gehe ich ins Bett und bin glücklich, entspannt und zufrieden.

Ich hoffe die 3 Schritte helfen dir den Film deines idealen Tages etwas klarer zu sehen. Wenn du dir die Übung als PDF herunterladen und ausdrucken willst, schau in der Bibliothek vorbei.