Die Selbstfürsorge Basis: deine körperlichen Grundbedürfnisse

Achte deine körperlichen Grundbedürfnisse, das ist deine Selbstfürsorge Basis!

Dein Körper und dein Geist sind zusammen dein größter Schatz. Du hast nur einen Körper und er muss bis zum Ende deines Lebens durchhalten! Du solltest also gut auf deinen Körper achtgeben. Das ist deine Selbstfürsorge Basis. Zu einem selbstfürsorglichen Umgang mit dir selbst gehört daher auch ein verantwortungsbewusster Umgang mit deinem Körper. 

Deine Grundbedürfnisse Schlaf, Nahrung und Bewegung sind die Basis für deine gesunde Selbstfürsorge. Wenn es an den Grundbedürfnissen hakt, dann geht auch der Rest relativ schnell den Bach runter. Du bist müde und erschöpft? So kannst du weder kreative Ideen haben, noch in anderen Bereichen deines Lebens leistungsfähig sein.

Das Problem: Du hörst nicht auf deinen Körper!

Ich kenne das Problem, wenn der Körper einem schon mehr als deutlich signalisiert, was er braucht, aber immer noch keine Beachtung findet. Ich habe jahrelang mit Schmerzen einfach weitergearbeitet und diese so gut wegignoriert, dass ich mich heute mit meinem Schmerzgedächtnis und chronischen Schmerzen auseinandersetzen darf. Ein hausgemachtes Problem, da ich meine Selbstfürsorge Basis sträflich vernachlässigt habe. Das habe ich leider viel zu spät erkannt.

Es sind die Kleinigkeiten, die sich aufsummieren. Die halbe Stunde am PC weiterarbeiten, obwohl die Nackenverspannung minütlich härter wird. Den Computer erst in letzter Minute herunterfahren und obwohl der Drang zur Toilette schon spürbar ist, schnell ins Auto springen um da Kind vom Kindergarten abzuholen. Dann noch einkaufen, kochen, Termine absprechen, abends auf dem Sofa versacken, vor lauter Frust und um dem Stress etwas entgegenzusetzen noch eine halbe Tafel Schokolade hinter die Kiemen und dann mit einem leichten Übelkeitsgefühl im Bett liegen und wegen Gedankenkreisen nicht einschlafen können. I know it!

Wir wissen, was wir brauchen und machen es dennoch anders.

Dabei wissen wir eigentlich alle ganz genau was gut für uns wäre. Doch wenn wir in unserem Alltag gerade so eingespannt sind, dass sich alles nach „zu viel“ anfühlt belohnen wir uns leider oft mit Dingen, von denen wir wissen und spüren, dass sie uns langfristig nicht guttun. Ein Abend auf dem Sofa mit einem Liter Eiscreme, das ist nicht das Problem. Zum Problem wird es, wenn sich nach und nach Gewohnheiten einschleichen, die ungesund für uns sind.

Diese Gewohnheiten fühlen sich dann irgendwann so normal an, dass wir gar nicht mehr merken, dass wir dauernd müde und energielos sind. So fühlen wir uns eben. Ist doch normal, oder? NEIN! Ist es nicht.

Sich schlecht fühlen, müde sein, schnell gereizt sein, Schmerzen haben… Das ist nicht normal. Das sind Warnsignale. Immer wieder Kopf- oder Rückenschmerzen, Reizbarkeit, Erschöpfung, Verdauungs- oder Hautprobleme. Das sind Alarmzeichen unseres Körpers, das in unserm Leben gerade etwas gar nicht stimmt.

Was brauchst du, damit es dir gut geht?

Wie viel Schlaf brauchst du eigentlich wirklich? Wann hast du dich das letzte Mal ausgeschlafen gefühlt? Wie sieht dein Abend aus? Überlege dir, ob deine aktuelle Abendgestaltung z. B. 3 Folgen der aktuellen Lieblingsserie zu schauen (das ist es bei mir) dir guttut oder nicht. Was könnte dir helfen genügend guten Schlaf zu bekommen?

Wie sieht es mit deiner Ernährung aus? Isst du gut und mit Genuss und nimmst dir dafür auch genügend Zeit? Kaust du deine Nahrung ausreichend? Trinkst du regelmäßig? 

Bewegst du dich ausreichend? Wie du sicherlich weißt, ist Bewegung auch sehr hilfreich, um Stress abzubauen. Und ich bin kein Guru, ich bewege mich immer noch eindeutig zu wenig. Ich bin jedoch sehr dankbar für unsere Hündin, die mich jeden Tag egal bei welchem Wetter vor die Tür bringt.

Ich achte mittlerweile sehr viel mehr auf die Signale, die mein Körper mir gibt und bin sogar dankbar, wenn er mir durch Kopfschmerzen signalisiert, dass ich schon wieder den halben Tag die Schultern hochgezogen habe, also wegen irgendwas sehr angespannt bin. Dann kann ich mich dem zuwenden, um herauszufinden warum ich angespannt bin und was ich tun kann um die Situation, die das ausgelöst hat zu verändern oder der Anspannung bewusste Entspannung entgegenzusetzen.

Wenn mein Körper mir zeigt, dass er Hunger hat, gebe ich ihm was zu essen, am besten etwas, was ihn tatsächlich nährt. Manchmal muss es auch Schokolade sein.

Es gelingt mir nicht immer, aber immer öfter.

Wichtig ist vor allem, sich erst einmal zu erlauben dem eigenen Körper zuzuhören und über die Signale nicht einfach hinwegzugehen, weil gerade irgendwas anderes wichtiger erscheint. Mir kommt da oft das „Nur noch schnell“ in die Quere. Aber dazu gibt es mal einen anderen Artikel. 😉

Bring deine Selbstfürsorge Basis in dein Leben!

Ja, gähn weiß ich doch alles, denkst du jetzt vielleicht. Ganz ehrlich, das würde ich denken, wenn ich den Artikel lesen würde. Denn ja, ich weiß es. Oder besser gesagt: Mein Kopf weiß es. Aber wissen hilft nicht! Im Artikel „Wie Selbstfürsorge im Alltag ankommt.“ gehe ich auch näher darauf ein, warum du erst einmal eine Entscheidung für dich treffen musst und im Prozess des Lernens nachsichtig mit dir sein und dich für deine Erfolge feiern darfst.

Es geht darum, dass es wirklich im Alltag ankommt. In deinem und in meinem auch. Also mach heute mal den ersten kleinen Schritt.

Schau heute tagsüber mal darauf, wie gut du auf deine körperlichen Bedürfnisse wahrnimmst. Merkst du, wenn du durstig oder hungrig bist? Isst oder trinkst du dann auch etwas? Gehst du direkt zur Toilette, wenn du merkst, dass du musst? Oder schiebst du das auf und machst erst noch fertig, was du angefangen hast? Gehst du früh zu Bett, wenn du müde bist? Brauchst du Kaffee zum wach werden oder als Waffe gegen das Nachmittagstief? Welche deiner Gewohnheiten tun dir und deinem Körper gut und welche nicht?

Was schreibst du auf, wenn du am Ende des Tages deine Beobachtungen auswertest?

Wenn du das wirklich machst und nicht nur denkst, ja hört sich ganz gut. Könnte / sollte man mal machen. Dann ist es schon etwas in dir eingesickert und ich mache einen Luftsprung! Denn genau darum geht es, dass wir unser Wissen auf tieferen Ebenen ankommen lassen und nicht nur theoretisieren (gibt es dieses Wort überhaupt?).

Selbstfürsorge ist eine Haltung, die eine Erlaubnis und ein anerkennen des eigenen Wertes erfordert. Sich gut um sich selbst zu kümmern, sind allerdings viele kleine Handlungen im Alltag.

Selbstfürsorge Challenge für Mamas

Wenn du noch etwas tiefer in das Thema gelebte Selbstfürsorge einsteigen willst, mach bei der kostenlosen Selbstfürsorge Challenge für Mamas mit.

Bonustipp: Gönne dir Mini-Auszeiten, das stärkt deine Selbstfürsorge Basis

Eine Möglichkeit auch im vollgepackten Alltag kurz auszusteigen und einen kleinen Check-in in deinem Körper zu machen sind Mini-Auszeit-Meditationen.

Es ist ganz einfach. Es geht nur darum einmal bewusst ein- und auszuatmen. Für einen Moment aus dem auszusteigen, was du gerade tust oder denkst und dich beim Einatmen auf das Einatmen und beim Ausatmen auf das Ausatmen zu konzentrieren und deinen Körper einen Moment zu spüren. Schließe die Übung mit einem Lächeln ab und mache mit dem weiter, was gerade ansteht.

Um es nicht zu vergessen, hilft es dir Anker im Alltag zu suchen, z. B. jede rote Ampel, jedes Telefonklingeln…. Immer wenn du ab jetzt an einer Ampel halten musst oder das Telefon klingelt, atmest du einmal bewusst ein- und aus, spürst kurz in deinen Körper, richtest dich auf und lächelst. Dann geht es weiter. Der Moment ist so kurz, dass du es auch bei der Arbeit machen kannst. Es wird niemand bemerken. Aber für dich wird es einen Unterschied machen! 

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