Erkenne deine Stärken mit der Lebenslinie

+ Schritt für Schritt Anleitung

Erkenne deine Ressourcen

Heute habe ich einen kleinen Impuls für dich, wie du dich mithilfe deiner Lebenslinie besser kennenlernen kannst. Je besser du dich kennst, desto leichter fällt es dir die nötigen Schritte zu tun, um deine Träume anzupacken. Denn dir ist dann klar, worin du gut bist, was dir leicht fällt und was du brauchst. Du kannst die Übung jederzeit machen, ob du deine Träume schon aufgeschrieben hast, oder gerade nur weißt, dass etwas anders werden soll.

Was ist die Lebenslinie?

In dieser sehr wirkungsvollen und kreativen Coaching-Übung geht es darum, dass du dich mit deinem bisherigen Lebensweg auseinandersetzt. Dabei richtest du deinen Blick besonders auf deine Ressourcen – also alles was dir hilft deine Träume zu verwirklichen und deine Ziele zu erreichen. Deine Eigenschaften, deine Fähigkeiten, Menschen in deinem Leben, die dir helfen können, Umstände, die gut für dich sind…

Mit der Übung kannst du herausfinden, was du benötigst, um erfolgreich zu sein.  Erfolgreich darin, dein Leben so zu gestalten wie du es haben willst. Außerdem wirst du merken, was du bereits geschafft hast, worin du gut bist und was dir guttut.

Coaching Übung Lebenslinie Schritt für Schritt

Schritt 1: Material

Nimm dir ein großes Blatt Papier (mindestens A3, besser in Flipchart Größe oder die Rückseite eines Plakates). Lege dir Stifte bereit. Nimm dir Zeit und schaffe dir Ruhe. Diese Übung ist nichts für nebenbei.

Schritt 2: Suche deine Erfolge

Beginne bei deiner Geburt und trage mindestens 20 Momente ein, die für dich ein schönes Erlebnis waren und/oder die du als Erfolg empfunden hast.

An dieser Stelle kommen bei den Teilnehmerinnen meiner Workshops meistens die ersten inneren Widerstände auf. Vielleicht fällt es auch dir schwer 20 Ereignisse zu finden? Bleib dran! Denke etwas kleiner. Suche in deinen Erinnerungen nach deinen kleinen Erfolgen. Eine Feier, die du organisiert hast. Ein Moment, in dem du dich etwas zu ersten Mal getraut hast. Eine Freude, die du jemandem mit deinem Tun gemacht hast. Als du jemanden von etwas überzeugen konntest, einen Streit geschlichtet hast. Etwas mit deinen eigenen Händen  geschaffen…

Lass dir für diesen Schritt richtig viel Zeit – vielleicht sogar ein paar Tage und schau immer mal wieder auf deine Lebenslinie. Fällt dir noch etwas ein? Es sollten mindestens 20 Ereignisse oder Momente sein, gerne auch mehr. Aber glaube mir, auf 20 kamen bisher alle meine Teilnehmerinnen. Wenn du es gerne kreativ magst, kannst du für die einzelnen Ereignisse auf deine Lebenslinie auch Symbole finden und deine Lebenslinie damit ergänzen.

Schritt 3: Finde deinen roten Faden

Lass deine persönliche Lebenslinie auf dich wirken. Fallen dir Gemeinsamkeiten auf? Sind es ähnliche Ereignisse oder Aktivitäten? Gleichen sich die Rahmenbedingungen? Gibt es einen „Roten Faden“? Lass dir auch für diesen Schritt Zeit. Zeige deine Lebenslinie Freunden oder Familie, wenn du möchtest. Bitte sie um ihren Blickwinkel. Frage aber nur Menschen die dich schätzen und unterstützen wollen. Behalte dir vor, nur hilfreiche Rückmeldungen anzunehmen.

Schritt 4: Beleuchte deine Meilensteine

Schaue dir nun die einzelnen Erfolge an und beantworte folgende Fragen für dich (am besten schriftlich):

  • Welche deiner Eigenschaften hatten Einfluss, welche nicht?
  • Welches Talent hast du eingesetzt?
  • Was hat dich in der jeweiligen Situation motiviert?
  • Wie war das Umfeld, was hat dich unterstützt?

Schritt 5: Mach dir klar, wer du bist, was du kannst und was du brauchst

Sammle deine gefundenen Eigenschaften, Talente, was dich motiviert und unterstützt hat. Du kannst damit einen großen Schritt in Richtung Selbstkenntnis tun. Als Ergebnis der Übung bist, du dir klarer darüber wer du bist (deine Eigenschaften), was du kannst (deine Talente) und was du brauchst (was dich motiviert und unterstützt hat).

Erfolgstipp

Sich selbst gut zu kennen ist der Schlüssel um herauszufinden, was man will. Die Lebenslinie ist nach meiner Erfahrung ein wertvolles Tool um auf diesem Weg der Selbstkenntnis voranzukommen. Wichtig bei der Übung ist, dass du deine Definition von Erfolg überprüfst, wenn es dir schwerfällt die Erfolge einzutragen. Es geht um all die kleinen und großen Momente, in denen du etwas geschafft hast. Denke an die Erfolge, die dir leicht fielen. Alles was dir quasi in den Schoß gefallen ist. Denke aber auch an die Erfolge, für die du dich richtig anstrengen oder überwinden musstest. Oft können wir unsere eigenen Stärken nicht erkennen, weil es uns leicht fällt.

Ein weiterer wichtiger Schritt ist es, den eigenen Werten auf die Spur zu kommen. Wenn du auch darauf Lust hast, lies gerne auch gerne den Artikel „Wie du deinen Werten auf die Spur kommst.“

Viel Spaß!

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