Kümmerst du dich gut um dich?

Der Weg zu mehr Selbstfürsorge

Das Problem: Ich bin sooooo müde!

Eigentlich wollte ich diese Woche hier einen Blogbeitrag zum Thema Komfortzone veröffentlichen, der auch schon fast fertig geschrieben ist – kommt dann nächste Woche. Aber gerade geht mir das Thema Selbstfürsorge nicht aus dem Kopf.

Der Grund ist, dass das gerade genau mein Thema ist. Ich bin richtig erschöpft und habe auch schon in den letzten Tagen gemerkt, dass ich mich zurzeit nicht besonders gut um mich selbst  kümmere. Heute hätte ich am liebsten den ganzen Tag geschlafen.

Mein Hauptproblem beim Thema Selbstfürsorge ist, dass ich mir in stressigen Zeiten keine Pausen gönne und dann auch nicht regelmäßig esse. Geregelte Pausen bei der Arbeit sind bisher leider grundsätzlich noch nicht mein Ding.

Außerdem lasse ich die Auszeiten ausfallen, die ich mir sonst regelmäßig einplane. Ich war diese Woche z. B. nicht in der Sauna, sondern habe noch eine Schicht bei der Arbeit eingeschoben und meditiert habe ich auch nicht.

Das führt dazu, dass mir Energie fehlt. Dann bin ich schlecht gelaunt und mürrisch, weil mir alles zu viel ist. Ich habe kaum Geduld für die verrückten Ideen meines 5-Jährigen und bin von Kleinigkeiten genervt.

So tue ich also weder mir noch meiner Umgebung einen Gefallen, wenn ich mich nicht gut um mich selbst kümmere.

Wie ist es bei dir? Was ist dein wunder Punkt beim Thema Selbstfürsorge? Nimmst du dir Pause und Auszeiten? Kannst du gut Nein sagen? Wo schaffst du es, gut auf dich zu achten und wo fällt es dir schwer?

Warum fällt es uns überhaupt oft so schwer, auf die eigenen Grenzen und Bedürfnisse zu achten?

Überzeugungen und Glaubenssätze

Die wichtigste Voraussetzung für Selbstfürsorge ist, sich selbst wertzuschätzen und sich zu erlauben, für sich selbst zu sorgen. Der Kern des Ganzen sind also die Überzeugungen, die wir so mit uns herumtragen. Den folgenden Satz z. B. wirst du bestimmt schon das ein oder andere mal gehört und wahrscheinlich auch gedacht haben:

„Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“

  

Auch bei mir sind wohl noch einige unaufgelöste Überzeugungen am Werk, die mich davon abhalten, mich wirklich gut um mich selbst zu kümmern.

„Es muss heute noch fertig werden, ich mach jetzt nur noch schnell dieses und jenes…. Dann mach ich eine Pause / meine Rückenübungen…“

Diese und ähnliche Gedanken sind es, die mich davon abhalten, mir die Pausen zu gönnen, die ich eigentlich brauche, um meine Akkus regelmäßig aufzuladen oder die Dinge zu tun, von denen ich ja eigentlich weiß, dass sie mir guttun würden.

Sich erst einmal bewusst zu machen, dass es einen inneren Anteil gibt, der nicht davon überzeugt ist, dass es in Ordnung ist, sich um sich selbst zu kümmern und diese innere Stimme anzunehmen, ist ein wichtiger erster Schritt.

Diese Stimme achtsam anzuhören und ihr dann bewusst mit neuen Gedanken zu antworten kann dann zu einer Veränderung der eigenen Einstellung führen.

Mögliche Gedanken der Selbstfürsorge:

Ich darf mir Zeit für mich nehmen!

 

Meine Bedürfnisse sind wichtig!

 

Ich zähle!

 

Kannst du diese Sätze, so oder so ähnlich bereits für dich unterschreiben, oder musst du auch noch an deinen Überzeugungen arbeiten? Welche Gedanken sind es gerade, die dich davon abhalten, dich gut um deine Bedürfnisse zu kümmern?

Innere Antreiber

Auch meine  inneren Antreiber führen  dazu, dass ich mir oft nicht die Pause gönne, die ich eigentlich gerade brauche und damit über meine Energiereserven lebe. Wie du deine Zeit- und Energieressourcen einschätzen kannst erfährst du im Artikel Zeit und Energie für deine Träume finden.

Es werden fünf Antreiber unterschieden:

  • Sei stark!
  • Sei perfekt!
  • Mach es allen recht!
  • Beeil dich!
  • Streng dich an!

Mein lautester innerer Antreiber ist ganz eindeutig „Beeil dich!“

Kennst du deine inneren Antreiber und stehen dir diese bei deiner Selbstfürsorge auch im Weg? Einen guten Test um deinen inneren Antreiber herauszufinden findest du bei Dr. Katharina Tempel auf ihrem Blog Glücksdetektiv.

Die Selbstfürsorge Basics

Körperliche Bedürfnisse

Die Basis für deine Selbstfürsorge ist es, auf deine  körperlichen Grundbedürfnisse zu achten.

Schläfst du genug? Machst du Pausen bei der Arbeit? Bewegst du dich? Isst du regelmäßig und Dinge, die gut für dich sind? Trinkst du genug?

Beziehungen

Als Menschen sind wir soziale Wesen und brauchen Nähe und Austausch mit anderen Menschen. Hast du das Gefühl, dass du in deinen Beziehungen und Freundschaften echte Nähe erlebst? Ist das Verhältnis von Geben und Nehmen für dich in Ordnung oder hast du öfter das Gefühl zu kurz zu kommen? Kannst du auch mal Nein sagen und dich von den Erwartungen Anderer abgrenzen?

Druck und Stress

Jeder muss mit einem gewissen Maß an Druck und Stress in seinem Leben umgehen. Wir müssen jedoch für uns Möglichkeiten finden, damit gut umzugehen und uns dem Druck auch zu entziehen.

Wie viel Druck und Stress spürst du gerade? Hast du Möglichkeiten, die Situationen, die dich in Stress versetzen, zu reduzieren oder anders zu bewerten?

Balance

Um dich weder zu langweilen, noch in ständiger Überforderung zu leben, ist es wichtig, dass deine Lebensbereiche und die Phasen der Erholung und der Anregung ausgeglichen sind und sich verschiedene Phasen abwechseln. Ein Arbeitsblatt zum Thema Lebensrad, bei dem deine verschiedenen Lebensbereiche abgleichen kannst findest du in der Traumverwirklicherinnen Insider Bibliothek.

Wie viel Entspannung und Abenteuer gibt es in deinem Leben? Wie sieht es aus mit Herausforderung und Muße? Brauchst du von einer Seite aktuell mehr in deinem Leben? Ist dein Leben in Balance?

Erholung

Jeder Mensch braucht Zeiten der Erholung. Wir tendieren in unserer Gesellschaft generell dazu, sehr viel mehr in der Aktivität zu sein. Nichts tun und einfach nur zu sein – darin haben wir leider in der Regel nicht so viel Übung.

Hast du Zeiten, in denen du erholen kannst? Weißt du, wie du dich selbst herunterfahren und entspannen kannst?

Selbstbestimmung

In vielen Bereichen unseres Lebens müssen wir Kompromisse machen. Aber wenn es zu viele Kompromisse sind und du darüber komplett aus den Augen verlierst, was dir wichtig ist, dann tut dir das auf Dauer nicht gut. Weißt du, was dir wichtig ist? Kennst du deine Werte? Kannst du so leben, wie du es dir wünscht?

Selbstliebe und Selbstannahme

Schaffst du es nicht, Pausen zu machen oder dich gut um dich selbst zu kümmern? Wie sieht dein innerer Dialog aus? Machst du dir selbst Vorwürfe oder kannst du liebevoll und mitfühlend mit dir sein? Wie sprichst du selbst mit dir, wenn du Fehler machst?

Die Selbstfürsorge Challenge

Wenn meine Vision einer Traumverwirklicherinnen-Community wahr werden soll und ich auch alle meine persönlichen Träume verwirklichen will, dann ist es jetzt an der Zeit, dass ich in puncto Selbstfürsorge an mir arbeite. Daher werde ich mir selbst eine Herausforderung stellen. Ich werde mir einen Plan machen, wie ich in 21 Tagen herausfinde, was mir tatsächlich guttut, wie ich lernen kann liebevoller und mitfühlender mit mir selbst zu sein und meine Grenzen besser wahrzunehmen und anzuerkennen. In den 21 Tagen will ich möglichst viel davon in meinem Alltag zu verankern.

Ich beginne meine Challenge am 1. April und das ist kein Aprilscherz! Wenn Selbstfürsorge auch für dich gerade ein Thema ist, bist du herzlich eingeladen mitzumachen. Ich freue mich, wenn ich das nicht alleine durchziehen muss und wenn wir uns gegenseitig unterstützen können.

Auch wenn du die erste Selbstfürsorge Challenge  verpasst hast, kannst du dich gerne für die Warteliste anmelden und bekommst dann die Info, wenn es wieder losgeht.

Was tust du, um dich gut um dich zu kümmern? Verrate mir in den Kommentaren deine Selbstfürsorge Tipps. Ich freue mich immer über neue Anregungen.

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