Traumverwirklicherinnen Interview „Ich will ich selbst sein!“

Bettina erzählt und in diesem Interview, wie sie sich ihre Träume verwirklicht hat.

Da sie mir die Fragen vorab auch schriftlich beantwortet hat, findest du das Interview weiter unten auch in geschriebener Form. Die Videofassung und die Textfassung enthalten allerdings jeweils noch ein paar unterschiedliche Aspekte. Beides anschauen lohnt also!

Was ich persönlich aus dem Interview mit Bettina mitgenommen habe ist der Satz:

„Ich will ganz ich selbst sein!“

Außerdem, dass Erdung ein ganz wichtiges Thema ist. Für mich bedeutet das auch, dass es nicht darum geht, sich Luftschlösser zu bauen, sondern im Tun den eigenen Träumen auf die Spur zu kommen und durch Experimente herauszufinden, was der eigene Weg ist und wie es gelingt, ganz man selbst zu sein und sich lebendig zu fühlen. Was sind deine Erkenntnisse aus dem Interview? Lass es uns in den Kommentaren wisse.

Traumverwirklicherinnen Interview Video

Der Link zum Traumverwirklicherinnen Interview mit Bettina Benesch bei You Tube

Traumverwirklicherinnen Interview mit Bettina Benesch

Traumverwirklicherinnen Interview in Textform

Lisa: Liebe Bettina, stelle dich doch bitte kurz vor und verrate uns „Was ist der Traum, den du dir verwirklicht hast, bzw. den du dir gerade verwirklichst?“

Bettina: Mein Name ist Bettina Benesch, ich bin seit etwa 18 Jahren Journalistin und Texterin, schreibe für Unternehmen und halte Schreib-Workshops, und vor ca. fünf Jahren hat meine Traumreise begonnen. Seither bin ich auch Malerin, bemale Papier und Wände, und halte Tanz-Workshops für Frauen, um sie dabei zu unterstützen, in ihre Weiblichkeit zu finden.
Wenn du mich nach meinem Traum fragst, weiß ich gar nicht, ob es so ein Traum im Außen war? Eher der, ganz ich selbst sein zu wollen.

Angefangen hat alles nach der Trennung von meinem langjährigen Lebenspartner vor etwa fünf Jahren. Kurz davor habe ich im Rahmen eines Lehrgangs begonnen, mich mit Energiearbeit zu befassen, also den ersten Schritt hin zu mir selbst gemacht.

Ich habe begonnen, mich aus mir selbst herauszuschälen sozusagen, mich selbst zu entdecken, mein Leben zu leben. Und dann habe ich mit dem begonnen, was ich damals schon gern gemacht habe: Nähen.

Ich habe Taschen genäht und Textilcollagen, dann Decken, Pölster (Kissen) und Puppen.
Bis zum nächsten Schritt hat es ein wenig gedauert, weil es mehr Mut von mir gefordert hat, mit einer Gruppe von Menschen zu tanzen. Im Herbst 2018 habe ich dann in Wien und St. Pölten mit Tanz-Workshops für Frauen begonnen.
Das Malen ist auch im Herbst dazugekommen. Ich habe als Kind sehr gern gemalt und ich war als Jugendliche auch recht gut. Doch habe ich irgendwann aufgehört damit. Als ich im Herbst wieder angefangen habe, konnte ich nahtlos dort anfangen, wo ich aufgehört habe.
Mehr noch eigentlich: Ich male heute viel bunter, viel schöner als früher – obwohl ich
ungefähr 20 Jahre lang keinen Strich gezeichnet habe.


Lisa: Was war deine Motivation, dein WARUM? Wozu wolltest du dir deinen Traum zu
Beginn verwirklichen?


Bettina: Um ich selbst zu sein. Ich wollte wieder lebendig sein.

Lisa: Wie waren deine Lebensumstände vorher? Warst du schon Mama?

Bettina: Ich war schon Mama. Dass meine Tochter schon da war, war eigentlich nie ein Problem. Ich konnte und kann mir meine Zeit einteilen und ihr Vater kümmert sich sehr liebevoll um sie. So habe ich die halbe Woche für mich. Aber trotzdem: Mit Kind geht alles ein bisschen langsamer. Doch mit jedem Tag geht es besser, sie wird selbstständiger und ich bekomme immer mehr Freiraum.

Lisa: Warst du unzufrieden?

Bettina: Ich würde nicht Unzufriedenheit sagen. Ich war nicht unzufrieden. Es war mehr aus dem Gefühl heraus, dass ich mehr mit den Händen machen möchte. Der Job als Texterin ist ja sehr kopflastig. Überhaupt war ich früher viel im Kopf. Jetzt auch noch, aber inzwischen erkenne ich es. Ja und nach dem Ende der langen Beziehung, in der ich viel von mir aufgegeben hatte, wollte ich einfach wieder ich selbst sein. Mich ausdrücken.

Lisa: Was hat es gebraucht, dass sich tatsächlich etwas verändert hat?

Bettina: Die persönliche Krise war sehr hilfreich. Und dann die Entscheidung: Das mach ich. Der erste Schritt beginnt ja mit der Entscheidung. Und von da an können sich die Dinge entwickeln. Manchmal nicht so, wie man sich das vorstellt: Mit meinen Nähsachen war ich nicht erfolgreich im landläufigen Sinn.

Lisa: Welche Erlaubnis musstest du dir geben?

Bettina: Die Erlaubnis, die Dinge einfach zu machen, die ich machen wollte. Die Erlaubnis, ich zu sein.


Lisa: Gab es Impulse, Bücher, Sprüche oder Zitate, die dich inspiriert haben?

Bettina: Inspirierend war sicher mein Umfeld, meine engen Freunde, meine spirituelle Lehrerin und die Gruppe von Energetikern in Wien. Ich war immer schon inspiriert von der Weiblichkeit, die in Büchern oder auch von Menschen präsentiert wurde. Auch lange bevor ich so etwas wie Bewusstheit für mich und mein Umfeld entwickelt hatte. Ein Buch, das mich sehr inspiriert hat, ist „Die Wolfsfrau“ von Clarissa Pinkola Estes. Zurzeit lese ich sehr gern in Nina Konitzers Buch „Am Feuer der Mondfrauen„.

Lisa: Hast du bestimmte Tools oder Strategien, die du nutzt? Wie priorisierst du?

Bettina: Ich habe keine Techniken, keine große Strategie und keine Prioritäten. Zumindest keine bewusst gesetzten. Ich bin sehr spontan und wenn ich eine Idee habe und das Feuer, sie umzusetzen, dann mache ich das. Manchmal funktioniert es und manchmal geht’s daneben.

Lisa: Wie bist du mit Unsicherheit oder Zweifeln umgegangen?

Bettina: Ich habe mich mit Gleichgesinnten ausgetauscht. Meistens Frauen – oder Männer, die sehr im Gespür sind. Das ist für mich sehr wichtig: Mich mit den richtigen Menschen auszutauschen. Denn die Menschen, mit denen ich mich umgebe, beeinflussen meine Stimmung, können Zweifel und Unsicherheit schüren, wenn sie nicht auf meiner Wellenlänge sind, nicht verstehen, worum es mir geht.

Lisa: Welche Entscheidungen hast du getroffen?

Bettina: Ich habe – eigentlich erst vor kurzem – die Entscheidung getroffen, das ich genau so, wie ich bin, total richtig bin. Das ist die wichtigste Entscheidung im Leben, finde ich.

Lisa: Was waren die Herausforderungen und Schwierigkeiten? Was davon hatte mit dem Mama-Sein zu tun? Glaubst du, du hattest es als Mama leichter oder schwerer?

Bettina: Als Mama hat man weniger Zeit für sich selbst. Das ist sicher ein Punkt. Freundinnen ohne Kinder können sich ganz auf ihre Träume oder einfach nur ihr Geschäft fokussieren.
Das Geld ist sicher auch ein Thema. Ich habe das Glück, finanziell ganz okay abgesichert zu sein. Ohne das wäre ich vielleicht nicht so leicht mit alldem umgegangen, hätte nicht wild herumgewerkt, sondern wäre mit mehr Bedacht vorgegangen. Aber vielleicht auch nicht.
Meiner Erfahrung nach sind wir versorgt, wenn wir vertrauen, dass es so ist, wenn wir unser Ding machen. Erdung ist ganz wichtig. Ohne Erdung können wir die schönsten Träume nicht auf die Welt bringen.
Die Schwierigkeiten hab ich mir im Grunde nur selbst gemacht. Mit Zweifeln, ob ich das alles überhaupt kann, die Malerei, z.b. hab ich ja nicht akademisch oder sonstwie gelernt.

Lisa: Wie hast du die „Probleme“ gelöst? Wie bist du trotzdem dort angelangt, wo du jetzt stehst? Was hat dich unterstützt und dir geholfen?

Bettina: Ich hab’s einfach getan. Getan, was ich tun konnte. Ich habe mir Hilfe geholt, wenn ich mal nicht weiterwusste. Bei Freundinnen, bei meiner Lehrerin oder anderen Menschen in heilenden Berufen. Meine Erfahrung ist: Je mehr du vom Kopf her versuchst, dein Geschäft aufzubauen umso mehr wirst du scheitern und auch dein Körper wird dir zeigen: so nicht.

Mein Körper hat z. B. das ganze letzte Jahr sehr viel weh getan. Und ich habe immer mehr versucht, durchzuhalten, Text-Aufträge zu bekommen, sehr stur, sehr kopfgesteuert. Und es hat mich fast kaputt gemacht. Als ich das zum Anfang des Jahres erkannt habe, konnte ich loslassen. Auch dabei hat mir eine liebe Freundin geholfen. Und heute ist mein Körper mit dem, was ich ihm gebe, zufrieden, denn er beschwert sich nicht.
Die Menschen, mit denen wir uns umgeben, sind extrem wichtig. Tun sie mir gut? Dann sehe ich sie. Machen sie mich runter, das geschieht ja oft unbewusst, treffe ich sie nicht mehr.

Ich glaube auch, dass es wichtig ist, eine Art Mentor zu haben. Jemanden mit Erfahrung, der in Liebe aufzeigt, wo man gerade steht und welcher Schritt der nächstbeste wäre.

Lisa: Wie fühlt es sich jetzt an, deinen Traum verwirklicht zu haben?

Bettina: Ich bin sehr lebendig.

Lisa: Was sind deine persönlichen Erfolgsfaktoren, welche du Traumverwirklicherinnen „in Spe“ gerne mitgeben möchtest?

Bettina:

  • Fang an
  • Umgib dich mit den richtigen Menschen. Mit Leuten, die dich lieben, dich unterstützen und zu dir halten. Die aber auch mal kritisch hinterfragen, ob das, was du gerade tust, wirklich das richtige ist.
  • Erde dich, sonst fällst du beim leichtesten Gegenwind um
  • Hab eine Mission: Was ist meine Aufgabe auf der Erde? Wenn eine Entscheidung ansteht: Frag dich, ob es deiner Mission dient. Das ist ein sehr kräftiges Werkzeug.
  • Du musst nicht perfekt sein
  • Gib nicht auf. Lass dich nicht von Hindernissen aufhalten. Mach weiter und glaub an dich.

Lisa: Was sind die nächsten Traumverwirklichungsprojekte auf deiner Liste? Welche Träume willst du als Nächstes angehen?

Bettina: Ich habe zurzeit zwei Internetauftritte: den als Texterin und den als Tänzerin, Malerin, Näherin unter dem Label Holla. Das werde ich demnächst zusammenlegen auf meine Website www.bettinabenesch.at und unter diesem neuen Sonnenschirm Texte und Schreib-Workshops für UnternehmerInnen anbieten, dazu meine Tanz-Workshops für Frauen und die Malerei. (Anmerkung: auf Bettinas Homepage findet man nun alle ihre tollen Angebote unter einem Dach.)

Ich möchte mehr mit Menschen arbeiten und sie dabei unterstützen, ihren Ausdruck zu finden.
Ich möchte meine Workshops gerne auch an anderen Orten halten, da sehe ich keine Grenzen, v.a. beim Tanzen: überall wo Menschen sind, kann ich mit ihnen tanzen.
Ja und dann möchte ich mit alldem, was ich liebe, richtig viel Geld verdienen, um meiner
Tochter und mir einen Hof zu kaufen, um mit der Natur zu leben. Ein Seminarhaus, in dem ich tanzen, malen und sein kann.

Lisa: Hast du ein Lebensmotto oder einen Spruch, ein Mantra, das dich begleitet?

Bettina: Hatte ich bis heute nicht. Bis heute nicht bewusst. Aber es gibt einen Satz, den ich schon lange immer wieder in mir höre, v.a. wenn Dinge nicht so laufen wie ich mir das vorstelle oder wenn ich beim Zahnarzt sitze und er bohren muss: Es geht vorbei. Alles geht vorbei. Das gilt natürlich auch für die schönen Momente, die wir gerne festhalten möchten. Das ist auch etwas, das ich durch das Buch die Wolfsfrau mir so richtig bewusst gemacht habe: Das Leben ist keine Konstante, nicht immer rosa, aber auch nicht immer schwarz. Es ist ein Werden und ein Vergehen. Ich glaube, wer diese Tatsache akzeptiert, hat was richtig gemacht.

Hier findest du Bettina

Auf ihrer Internetpräsenz www.bettinabenesch.at oder auch bei Facebook.

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2 Replies to “Traumverwirklicherinnen Interview „Ich will ich selbst sein!“”

  1. Hallo liebe Bettina, wie schön von Dir zu lesen 🙂 Ein tolles Interview! .. und super Impulse… Austausch aus dem eigenen Erfahrungsschatz ist so spannend! Viel Erfolg weiterhin Euch… Dir Bettina und Dir Lisa-Marie!

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