Wie du dein persönliches Veränderungsprojekt Traumverwirklichung meisterst.

7-Phasen-Modell aus dem Change Management für dein Projekt Traumverwirklichung

Dein Veränderungsprojekt Traumverwirklichung

Dein Projekt Traumverwirklichung ist ein Veränderungsprojekt. Du willst den Status quo ändern und etwas Neues tun. Vielleicht sogar etwas, was du noch nie zuvor getan hast.

Veränderungen, egal ob wir diese selbst wollen oder ob wir uns durch äußere Umstände verändern, sind immer auch emotionale Abenteuer.

In manchen Phasen kommst du vielleicht richtig gut voran und hältst dich für total genial. Du denkst du wuppst dein Projekt Traumverwirklichung mit links, denn wenn es jetzt so weitergeht, dann kann ja nichts mehr schiefgehen („Euphorie-Phase“). Auf das Hoch folgt jedoch ein Tief, in dem alles schiefgeht. Es läuft nicht rund und vielleicht gäbe es andere, viel bessere Optionen?

Je nachdem, an welcher Stelle im Veränderungsprozess du dich gerade befindest, spürst du vielleicht Unsicherheit, Angst, Wut  oder wirst von Zweifeln geplagt. Aber auch Freude und Euphorie warten auf dich.

Wenn du auf dieses Auf und Ab deiner Gefühle nicht vorbereitet bist, wirst du womöglich an der einen oder anderen Stelle abbrechen wollen, und dein Projekt Traumverwirklichung wird scheitern.

Lerne von den Change Managern

Auch Unternehmen sind zunehmend mit Veränderungsprozessen konfrontiert. Daher hat sich die Disziplin des sogenannten Change Management etabliert. Das Change Management, zu deutsch Veränderungsmanagement, befasst sich damit, wie Veränderungen in Unternehmen möglichst reibungslos und wirkungsvoll funktionieren können.

In „Change-Management-Prozessen“ nutzen Unternehmen oft verschiedene Modelle, um die unterschiedlichen Phasen einer Veränderung zu veranschaulichen.

In diesem Artikel zeige ich dir ein Modell für Traumverwirklicherinnen, das du dir für deinen persönlichen Veränderungsprozess zunutze machen kannst.

Das Traumverwirklicherinnen Veränderungsmodell

Aus meiner Sicht ist es ein großer Unterschied, ob du dich bewusst für eine Veränderung entscheidest oder in eine Veränderung von außen hinein gezwungen wirst. Im Folgenden geht es um Veränderungen, für die du dich aktiv entschieden hast.  

Dadurch, dass du dir im Vorfeld bewusst machst, dass du während der Veränderung verschiedene Phasen durchläufst, bist du auf die emotionale Berg- und Talfahrt besser vorbereitet.

Denn jede der Phasen hat ihre ganz eigenen  Herausforderungen und bringen spezifische Gefühle mit sich. Die Gefühle sind besonders stark, da sich im Veränderungsprozess auch unser Selbstbild verändert.

Im Folgenden werde ich dir die einzelnen Phasen genauer beschreiben und dir Tipps geben wie du damit umgehen kannst.

Phase 1: Hoffnungen und Sorgen „vielleicht sollte ich, aber!“

Du bist mit dem Ist-Zustand unzufrieden und hättest es gerne irgendwie anders. Vielleicht ist dir aber noch nicht so klar, wie du es gerne hättest. Außerdem könnte ja auch alles viel schlimmer werden. Der Status quo ist dir bekannt und es fällt dir schwer dich aus deiner Komfortzone herauszubewegen. In dieser Phase musst du dir die Dringlichkeit deines Wandels bewusst machen. Male dir aus, was passiert, wenn alles so bleibt wie bisher.

Phase 2: Entscheidung „Ja ich will etwas ändern!“

Dir ist jetzt klar, dass du etwas ändern willst. Du hast verstanden, dass die Situation nicht so bleiben kann, wie sie gerade ist.

Entwickle ein genaues Bild davon, wo du hin möchtest. Mache dir z. B. ein Vision Board oder visualisiere dein Ziel auf andere Art und Weise. Überlege dir, wer dich in deinem Vorhaben unterstützen kann und suche dir Menschen, die dich durch den Veränderungsprozess begleiten und dich in schwierigen Situationen motivieren können. Vielleicht hilft dir eine Master Mind Gruppe oder ein Erfolgsteam.

Phase 3: Euphorie „Alles wird besser werden.“

Du bist optimistisch, dass durch deine Entscheidung nun alles besser werden wird. Erst malst du dir in den buntesten Farben aus, wie es dir gehen wird, wenn du dein Ziel der Traumverwirklichung erreicht hast. Du bist hoch motiviert. Verfalle jetzt nicht in blinden Aktionismus. Nutze deine Anfangseuphorie und arbeite dir eine konkrete Strategie aus, mit der du deinen Traum verwirklichen kannst. Mache dir einen Plan, der dich über deine anfängliche Motivation hinaus trägt. Ich kann dir empfehlen, dich mit der WOOP-Methode vorzubereiten.

Phase 4: Chaos „Ich weiß nicht wie es gehen soll!“

Deine Anfangsmotivation hat dich die ersten großen Schritte vorangebracht. Nun bist du mit vielen neuen Herausforderungen konfrontiert und oft auch überfordert. Du merkst, dass du bestimmte Fähigkeiten noch nicht hast. Vieles gelingt dir nicht und du bist frustriert, weil es in dieser Phase nicht vorangeht. Du denkst, dass du es niemals schaffen kannst, dir alles anzueignen was du brauchst. In dieser Phase wirst du auch merken, dass dein gefasster Plan wahrscheinlich nicht in allen Punkten aufgeht und du dein Vorgehen an einigen Stellen noch mal anpassen musst.

Achtung! In der Phase des Chaos fühlst du dich wahrscheinlich oft überfordert und mit deiner Energie am Ende. Gib nicht auf. Es ist eine Anpassungsphase und du wirst ganz viel Neues dazu lernen.

In der Chaosphase passt dein altes Selbstbild nicht mehr zu den neuen Herausforderungen. Du bist gezwungen zu überprüfen, ob das was du über dich selbst denkst, zu dem passt, was du erreichen willst.

Entweder du glaubst, du kannst etwas, oder du glaubst, du kannst es nicht.

Du wirst immer recht behalten.

Henry Ford

Phase 5: Verzweiflung „Wer bin ich?“

Am Tiefpunkt der Chaosphase kommt die Verzweiflung. Deine bisherigen Strategien und Pläne funktionieren nicht. Du scheiterst an den Aufgaben und hast das Gefühl, du kommst gar nicht voran. In vielen Change Modellen wird diese Phase das „Tal der Tränen“ genannt und das trifft es auch ziemlich gut. Du stellst dich selbst infrage und dein Selbstbild verändert sich. An diesem Tiefpunkt bist du verwirrt und unmotiviert. Du weißt nicht mehr, wie du dich verhalten sollst.

Um aus diesem Tief herauszukommen musst du dazulernen, neues ausprobieren und bereit sein,  deine bisherigen Denk- und Verhaltensmuster infrage zu stellen.

Phase 6: Entwicklung „Aha, so geht das. Oder?“

Du probierst dich selbst und neue Strategien in der neuen Situation aus. Dadurch lernst du dazu und findest heraus, was für dich funktioniert und was nicht. Durch deine Try-and-Error-Experimente strukturiert sich dein Vorgehen. Du entdeckst deine neuen Erfolgsstrategien und das Chaos sortiert sich.

Irrtümer und Rückschläge sind dabei natürlich nicht ausgeschlossen. Lass dich nicht entmutigen und passe auf, dass du nicht in Phase 1 zurückfällst. Steter Tropfen höhlt den Stein: Überzeuge dich immer wieder selbst von deinem Vorhaben. Schaue dir regelmäßig dein „Vision Board“ an. Suche dir Affirmationen, die dir dabei helfen deine Glaubenssätze neu auszurichten. Wichtig ist, dass du das Vertrauen in deinen Traum aufrechterhältst und deine Motivation stärkst.

Phase 7: Stabilisation „Ich bin wie neu.“

Du hast das Gefühl, kompetent in deiner neuen Rolle zu sein. Deine Denke und Handeln ist der neuen Situation angepasst und du hast Gewohnheiten etabliert, die dein erreichtes Ziel fest in deinem Alltag verankern.

Du hast deinen Change Prozess erfolgreich durchlaufen und fühlst dich nun selbst als Traumverwirklicherin.

Dein Traum ist verwirklicht. Du kannst deinen Erfolg genießen!

Fazit

Wenn du die Phasen und die damit verbundenen Gefühle kennst, dann kannst du dich auch auf die damit einhergehenden Stolpersteine vorbereiten und dein persönliches Veränderungsprojekt erfolgreich meistern.

In den Euphorie-Phasen kannst du zu Selbstüberschätzung und Leichtsinn neigen – da dir sowieso alles gelingt. Du denkst, du kannst es locker angehen lassen. In den Krisenphasen schlägst du dich mit Katastrophen-Phantasien, Mutlosigkeit und Resignation herum und musst dir Strategien überlegen, wie du motiviert bleibst und dein Ziel nicht aus den Augen verlierst.

In welcher Phase bist du gerade? Ich freue mich, wenn du es mir in den Kommentaren verrätst.

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