Vision-Board-Arten

Welches Vision Board ist das richtige für dich?

Was ist dein Ziel?

Vision Boards können der totale Motivations-Booster sein und dir Klarheit bringen. Du kannst dein „Vision Board“ in einem intuitiven oder sehr strukturierten Prozess gestalten. Aber je nachdem, in welcher Situation du gerade bist und was dein Ziel mit deinem „Vision Board“ ist, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten  für den Prozess und die Gestaltung. Welche Vision-Board-Arten und Formate eignen sich aktuell für dich?

Vision-Board-Arten: Was ist deine Ausgangssituation?

Je nachdem wie klar du deine Träume schon benennen kannst und deine Ziele definiert hast, unterscheidet sich der Prozess der Vision-Board-Gestaltung.

Es gibt aus meiner Sicht zwei unterschiedliche Ausgangssituationen:

1. Du hast bereits eine sehr genaue Vorstellung davon, was du willst.

Wenn du bereits genau weißt, was du willst, dann suche dir Bilder, die das möglichst genau abbilden. Achte dabei aber darauf, dass die Bilder in dir das Gefühl auslösen, welches du haben willst, wenn das was du dir wünschst eingetreten ist. Es ist wichtiger, dass die Bilder in dir dieses Gefühl erzeugen, als dass exakt das abgebildet ist, was du glaubst haben zu wollen.

2. Du weißt noch nicht ganz genau, was du willst.

Wenn du noch nicht genau weißt, was du willst, empfehle ich dir, ein intuitives „Vision Board“ für mehr Klarheit zu machen. Dazu sammelst du erst einmal alle Bilder, die dich ansprechen und die in dir ein positives Gefühl auslösen. Du musst nicht wissen, warum dich ein Bild anspricht und es muss auch nicht genau das abbilden, was du dir vorstellt. Wichtig ist, dass es in dir eine starke positive Reaktion auslöst. Durch die Reflexion deines

fertigen Vision Boards kannst du dann viel Neues über dich und deine Träume erfahren und gewinnst Klarheit. Diese Art von Vision Board eignet sich besonders, um einen Zugang zu den Gefühlen zu bekommen, die du dir in deinem Leben oder für einen bestimmten Bereich deines Lebens wünscht. Durch den kreativen und intuitiven Prozess kann es dir gelingen, dem Kern deiner Sehnsüchte näherzukommen.

Im Prozess verändert sich deine Klarheit vielleicht noch einmal.

Ich habe in Workshops schon erlebt, dass Frauen mit einer sehr klaren Vorstellung von ihrem zukünftigen Leben in den Prozess einstiegen. Das  fertige „Vision Board“ stellte ihre Pläne dann jedoch von Grund auf infrage. Durch diese Art der Auseinandersetzung wurde ihnen klar, dass die Wünsche, die zuvor sehr präsent waren, zum Großteil gar keine eigenen Träume waren, sondern Dinge, die „man mal gemacht haben sollte“ oder die sich gut anhörten. In Wahrheit hatten diese Ideale jedoch mit ihnen selbst gar nichts zu tun.

Vision-Board-Arten: Um was geht es?

Dein zukünftiges Leben

Du kannst auf deinem „Vision Board“ dein komplettes  ideales Leben abbilden. Alles, was du dir wünschst und wovon du träumst! Ich nenne es mein „Lebensträume-Vision-Board“ und die Frage dahinter ist: „Wie soll dein Leben sich anfühlen?“

Ein Lebensbereich

Statt dich mit deiner allumfassenden Zukunftsvision auseinanderzusetzen, kannst du auch einen Lebensbereich herausgreifen, z. B. deine Partnerschaft, deine Beziehung zu deinen Kindern, deinen Beruf oder deine Gesundheit und dein Wohlbefinden. Ich mache zum Beispiel regelmäßig ein Board für Wohlfühlen und Gesundheit.

Ein konkretes Projekt oder Thema

Wenn du ein bestimmtes Vorhaben hast, kannst du auch genau dafür ein Vision Board machen. Ich habe gerade eines für das Traumverwirklicherinnen-Sommercamp gemacht. Ein neuer Job, der Umbau deines Hauses oder das Training für einen 5-Kilometer-Lauf könnten Projekte sein. Je nachdem, was bei dir gerade ansteht.

Auch für ein eingegrenztes Thema, das noch kein konkretes Projekt ist, lohnt es sich, ein Vision Board anzufertigen. Ich biete im Herbst beispielsweise einen Workshop an, bei dem es darum geht, die eigenen kleinen Glücklichmacher und Seelenstreichler ausfindig zu machen. Es macht auch bei dieser Art Vision Board immer sehr viel Sinn, sich zu Beginn eine Frage zu stellen. Diese könnte zum Thema Wohnung oder Haus z. B. sein: „Wie will ich wohnen?“

Vision-Board-Arten: Welche Form wählst du?

Du weißt nun, zu welchem Thema du dein „Vision Board“ gestalten willst und mit welcher Ausgangssituation du in den Prozess startest. Welche Vision Board – Arten bieten sich nun als Format für dich an?

Es gibt ganz verschieden Möglichkeiten:

Vision Board-Plakat

Du klebst alle deine Bilder auf einen großen Karton. Das hat den Vorteil, dass du dich festlegst und dass es wirklich fertig ist. Aus meiner Sicht bietet sich das Plakat vor allem an, wenn du noch mehr Klarheit bekommen möchtest. Ich wähle diese Form für meine Workshops, in denen es um die eigenen Lebensziele geht. Es ist ein in sich geschlossener Prozess, der einiges anstößt. Dieser Prozess endet mit einem fertigen Board. Das ist wichtig.

Dieser Vision Board-Typ hat natürlich ein Verfallsdatum. Du solltest also immer mal wieder überprüfen, ob dein „Vision Board“ noch deine angestrebte Lebensstimmung abbildet. Falls das nicht mehr der Fall ist, kannst du dir ein Neues machen.

Pinnwand

Falls du eine Pinnwand nutzt, bist du flexibel. Du hast du den Vorteil, dass du Veränderungen in deinen Wünschen und Zielen direkt abbilden kannst.

Vision Board im Kalender oder Journal

Der Vorteil ist, dass du es immer dabei hast. Es bietet sich vor allem für kleine Monats-Vision-Boards oder auch Projekte an. Du kannst natürlich auch ein Foto deines „Vision Boards“ in deinen Kalender kleben, so hast du es immer dabei.

Digitales Vision Board

Ein digitales „Vision Board“, z. B. bei Pinterest, finde ich prima als Inspiration. Es hilft, zu einem bestimmten Thema Ideen zu sammeln. Ich persönlich finde jedoch, dass man eine andere Verbindung zur eigenen Intuition bekommt, wenn man die Bilder nicht digital aussucht. Der kreative und zugleich zerstörerischen Prozess des Sammelns und Herausreißens hat seine ganz eigene Kraft.

Fazit

Diese Übersicht hilft dir hoffentlich, dich zu entscheiden, welche Vision-Board-Arten für dich jetzt genau die Richtigen sind.
Ich liebe Vision Boards  und habe bereits verschieden Formate für verschiedene Themen und Projekte ausprobiert! Sie helfen mir bei Projekten, fokussiert zu bleiben und gleichzeitig die Freude hochzuhalten. Besonders kraftvoll ist für mich immer noch das Plakat zu meinen Lebenszielen. Ich habe es im Schlafzimmer aufgehängt und es ist das Erste, auf das mein Blick morgens fällt. Dort erinnert es mich jeden Tag daran, wie ich will, dass mein Leben sich anfühlt.

Du willst dir auch ein Vision Board machen? Eine ausführliche Anleitung mit Reflexionsfragen habe ich in der Bibliothek für dich.

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