Wie Selbstfürsorge im Alltag ankommt.

Selbstfürsorge im Alltag zeigt sich in Kleinigkeiten

Gelebte Selbstfürsorge zeigt sich in kleinen täglichen Handlungen und Entscheidungen. Es geht nicht um ein Wellnesswochenende ohne Kinder oder eine Massage einmal im Monat. Das kann die Kür sein. Die Pflicht beim „sich gut um sich selbst kümmern“ findet viel unspektakulärer statt und ist dennoch oder gerade deshalb das Fundament dafür, dass es uns gut geht. Wichtig ist, dass Selbstfürsorge im Alltag ankommt.

Es geht darum unsere Bedürfnisse zu achten. Das bedeutet, sie wahrzunehmen und uns darum zu kümmern, dass sie erfüllt werden. Essen, trinken, schlafen, es warm haben, zur Toilette gehen, wenn unser Körper es anzeigt, Pausen machen. Ruhe, Inspiration oder Abenteuer. Rückzug oder Austausch. Was wir genau brauchen kann je nach Typ und Situation sehr unterschiedlich sein. Lass dich gerne auch von den 55 Ideen für Mamas Selbstfürsorge inspirieren.

Selbstfürsorge braucht am Anfang Selbstüberwindung.

Wenn wir uns einen kurzen Moment des Innehaltens nehmen, merken wir meisten recht schnell, was es gerade ist. Allerdings schaffen wir genau das oft nicht. Denn auch, wenn unser Kopf weiß, dass es gut für uns ist und unser Körper uns deutlich zeigt, was gerade gut wäre. Wir machen es nicht zum ersten Mal anders. Oft haben wir Muster verinnerlicht, die ganz und gar nicht selbstfürsorglich sind. Wir gehen über den inneren Impuls hinweg, weil wir es so gelernt haben.

Dann sitzen wir viel zu lange an einer Position am Schreibtisch, weil gerade Arbeitszeit ist und die Dinge halt erledigt werden müssen, obwohl der Rücken schon zwickt und die Augen trocken sind. Machen wir ja meistens auch schon einige Jahre so. Ging ja auch immer! Aber irgendwann zwickt der Rücken mehr, wird der Körper lauter und zeigt uns deutlicher, dass wir uns ein paar richtig schlechte und ungesunde Gewohnheiten zugelegt haben. Auch wie wir mit uns selbst reden ist Gewohnheitssache und manchmal übernehmen wir Dialoge aus unsere Kindheit in unser Inneres, die uns schwächen, abwerten und unglücklich machen. Doch gegen langjährige Gewohnheiten und Muster anzugehen ist kein Pappenstiel. Daher braucht es zum Teil erst einmal Selbstüberwindung um sich selbst fürsorglich zu begegnen. Es braucht die Überwindung des Gewohnten. Es braucht Übung um freundlich mit sich selbst zu sprechen, die eigenen Bedürfnisse wahr- und auch ernstzunehmen.

Langfristig hilft es nur die eigenen Routinen zu ändern.

Die unguten Gewohnheiten dürfen sich ändern und müssen sich ändern, damit es uns gut gehen kann. Doch bis diese Veränderung im Alltag angekommen ist, braucht jede es Disziplin in Form von Selbstüberwindung. Gewohnheiten sind wie Gummibänder und wir brauchen Energie und Willenskraft um uns dem Zug den sie auf uns ausüben entgegenzustellen. Wenn ich es mir bisher nicht erlaubt habe, mich gut doch nicht zu kümmern dann muss ich mich darauf einstellen, dass es ein Prozess ist, der zu Beginn etwas Energie von mir fordert. Aber diese Energie zu investieren, lohnt sich 100prozentig.

Die Investition in deine Selbstfürsorge lohnt sich.

Denn nur wenn ich mich gut um mich selbst kümmern, bin ich auch in der Lage mich gut um andere zu kümmern. Der Satz: „Ich muss mich um so vieles kümmern!“ kann keine Entschuldigung dafür sein, sich nicht um sich selbst zu kümmern. Wenn du dich vergisst, ist deine Energie irgendwann völlig aufgebraucht und du kannst dich um gar nichts mehr kümmern. Glaube mir, das macht keinen Spaß ich habe es ausprobiert. Ich kann es definitiv nicht weiterempfehlen!

Tipps für mehr gelebte Selbstfürsorge im Alltag

Triff eine Entscheidung und gib dir ein Versprechen

Wäre es irgendwie nett, wenn du das mit der Selbstfürsorge besser hinbekommen würdest? Gibt es im Alltag, öfter Momente wo du merkst, das dir dein Alltag an die Substanz geht und du über deine Kräfte lebst? Du weißt das du etwas ändern solltest, aber „ach die Einkaufsliste“….

Spüre jetzt einmal in dich hinein. Solltest du etwas ändern? Würdest du gerne etwas ändern? Oder wirst du etwas ändern?

Wenn du wirklich etwas Verändern willst, dann entscheide dich bewusst dafür. Denn wie gesagt, Veränderung braucht Energie und auch Durchhaltevermögen, wenn du nur ein bisschen und halbherzig losgehst, dann geht dir schnell die Puste aus. Also triff die Entscheidung. Schau dir in einem Spiegel in die Augen und versprich dir, dass du ab jetzt alles dafür tust um dich gut um dich selbst zu kümmer und freundlich zu dir zu sein. Dann geh los und tu dein Bestes!

Sei nachsichtig mit dir.

Du willst eine Veränderung und hast die Entscheidung getroffen, dich ab jetzt besser um dich selbst zu kümmern, aber es gelingt dir oft nicht. Du tust dein Bestes, dennoch vergißt du es manchmal, erlebst Rückschläge und verfällst in gewohnte destruktive Verhaltensmuster? Sei freundlich und verständnisvoll mit dir und hau dir nicht auch noch selbst um die Ohren, dass du „sogar dafür zu blöd bist“ ein wenig netter zu dir zu sein? Wenn du merkst, dass du es wieder getan hast. Dich innerlich abgewertet, mit dir geschimpft…. entschuldige dich bei dir. Versuch das mal. Und dann verzeih dir! Du machst es so gut, wie du kannst, das ist gut genug. Es stecke Muster in dir, die sich über Jahre und Jahrzehnte eingegraben haben. Da raus zu kommen braucht einfach etwas Zeit und Übung.

Versuch es nochmal

Jeder Tag ist ein neuer Anfang. Gestern hast du deine Rückenübungen (Paradebeispiel meines Lebens) nicht gemacht? Heute kannst du sie machen. Wenn du Rückschläge hast und es nicht so gut klappt, wie du es dir wünschst. Mach einfach weiter, bleib dran, gib dir eine weitere Chance.

Sieh und feiere deine Erfolge

Mach dir jeden kleinen Erfolg klar. Du hast dich gestreckt, als du deine Verspannung bemerkt hast. Super! Das ist nicht nichts! Es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Du hast dich im Spiegel angelächelt, statt über deine Fältchen zu motzen? Wunderbar! Die Schritte, die wir täglich machen, kommen uns oft so klein und unbedeutend vor. Aber diese vielen kleinen Schritte machen unsere Entwicklung aus. Es ist ein wenig, wie bei dem Maisfeld an dem ich jeden Tag beim Gassi vorbeilaufe. Wenn ich es täglich sehe, sieht es nicht aus, als würde es wachsen und doch werden über den Sommer aus den kleinen Sprossen, große Maispflanzen, die mich überragen. Wenn ich den Pflanzen beim Wachsen zusehe, sieht es wie Stillstand aus, doch am Ende ist es gewaltig. So ist auch dein Wachstum. Manchmal ist es für dich gar nicht sichtbar, weil die Schritte winzig sind. Aber du bist auf dem Weg. Wertschätze jeden Schritt, den du bemerkst und feiere dich dafür.

Selbstfürsorge im Alltag: die Challenge!

Wenn du deiner Selbstfürsorge im Alltag im September etwas mehr Raum und Fokus geben möchtest, dann mach doch mit bei der Selbstfürsorge Challenge für Mamas, die am 23. September 2019 startet. Wir schauen gemeinsam, was es braucht, damit Selbstfürsorge auch in deinem Alltag ankommt.

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